Bericht zum GM Nitro Cup

GM-RACING NITRO OFF-ROAD MASTERS in Braunschweig

Es wurde auch Zeit, dass in der beliebtesten RCC Klasse Deutschlands (und das ist nun mal 1:8 OR-Buggy) eine Markenrennserie ins Leben gerufen wurde. Ende 2008 wurde das Reglement für den GM-Nitro-Cup veröffentlicht. Genau wie die Vereine aus Eisenach, Bischofsheim, Hürtgenwald und Quackenbrüg wollten auch die Verantwortlichen beim MSC Polizei Braunschweig ein Rennen veranstalten.

 

So kam es, dass sich 29 Buggy- und 7 Truggyfahrer am 23. und 24. Mai 2009 am MSC-Ring in Braunschweig/Waggum einfanden. Unter hervorragenden Voraussetzungen, sowohl von der Strecke her, als auch das Wetter betreffend, konnten die ersten am Samstag um 10:00 Uhr mit dem Training beginnen. Schon jetzt zeigte sich, dass bei den Buggyfahrern das vorgeschriebene Komplettrad „GM-Racing ACTION“ sehr gut zu der Lehmstrecke passte und schnelle Rundenzeiten über einen längeren Zeitraum zuließ

 

Nach erfolgter Fahrerbesprechung durch den Rennleiter Frank Bremer konnten die Vorläufe gemäß Zeitplan um 14:30 Uhr beginnen. Am Samstag wurden 3 Vorläufe á 5 min. gefahren; am Sonntag folgten dann weitere 2 Vorläufe. Damit hatten auch die Fahrer, die erst am Sonntag anreisen konnten, die Möglichkeit, sich auf die Strecke einzustellen und sich für die vorderen Startplätze zu qualifizieren

 

Da in der Truggyklasse nur 7 Teilnehmer am Start waren, ging es hier von Anfang an ausschließlich um die Positionierung zum Start des 30-minütigen Finallaufs. Um die Poleposition gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem jugendlichen Timo Giesemann vom RCC Salzgitter und Willi Neuwirt vom MSC. Trotz seines Heimvorteils musste sich Willi dann doch mit dem zweiten Startplatz vor Vereinskamerad Frank Michel begnügen. Am Sonntagnachmittag sollte es dann das erwartete Duell zwischen Timo und Willi geben. Doch Timo hatte gleich zum Start des Finales Motorprobleme und konnte das Rennen erst verspätet aufnehmen. So konnte Willi ohne große Gegenwehr seinen Heimvorteil nutzen und gewann vor Frank Michel und Rolf Eckhardt (alle vom MSC). Timo musste sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen, da er im Finale auch noch die steile Auffahrt zum berühmt berüchtigten Ecktable aufgrund einer losen Schraube im Chassis nur nach mehreren Versuchen hinaufkam.

 

Für ausreichend Spannung war durch die wesentlich größere Teilnehmeranzahl in der Buggyklasse gesorgt. Gleich nach dem ersten Vorlauf bildet sich ein Quartett aus den Fahrern Andreas Salzburg, Michael Schröder, Maik Ilsemann und Guido Backsmann, welches um die vorderen Plätze zur Startaufstellung für das jeweilige Halbfinale kämpfte. Gefolgt von den Fahrern Matthias Töpfer und Sebastian Gerstenberg kam der aus Wolfsburg angereiste Christian Hosch nach den Vorläufen auf den 7. Platz. Christian konnte zwar durch schnelle Runden überzeugen, hatte am Ende jedoch zu viele technische Probleme und musste schon nach dem Halbfinale die Koffer packen. So konnten sich nach den Halbfinals auch noch die Piloten Axel Jahnke, Stefan Neureither, Ralf Bohnenberger und der erst am Sonntag ins Geschehen eingreifende Florian Kreißler für das Finale rüsten. Im Finale konnten sich dann Maik und Guido frühzeitig mit schnellen Runden von den Verfolgern absetzen. Michael Schröder konnte leider nicht ganz folgen und musste schon früh abreißen lassen. Sein dritter Platz war in den 30 Minuten jedoch nicht in Gefahr. Auf den vierten Platz kam der immer ruhig fahrende Andreas Salzburg. Ohne gravierende Fehler fahrend, reichten seine Rundenzeiten nicht für einen Platz auf dem Podium. Gebeutelt von seinen Motorproblemen war Florian Kreißler am Ende des Laufes froh, dass er sich vor Stefan Neureither und Axel Jahnke auf dem 5. Platz wieder fand. Den 8. Platz gewann der aus Eisenach angereiste Matthias Töpfer vor dem in die Jahre gekommenen ehemaligen Elektro-Spezialisten Ralf Bohnenberger und der guten Seele des MSC, Sebastian Gerstenberg. Entschieden wurde das Finale zwischen Guido und Maik durch die Boxenstrategie á la Ross Brawn. Nachdem die beiden Kontrahenten auf der immer schneller werdenden Strecke um zehntel Sekunden kämpften und keiner der Beiden einen gravierenden Fehler machte, entschied sich das Final in der Boxengasse. Guidos Boxencrew beordert ihren Fahrer einmal weniger zum Tanken und so reichte diese gewonnene Zeit zum verdienten Sieg beim GM-Nitro-Masters in Braunschweig

 

Es scheint, dass das Konzept von GM-Racing aufgeht und sich in der Offroad-Szene endlich ein Marken-Pokal etabliert. Das Komplettrad „GM-Racing ACTION“ scheint auf allen Strecke eine gute bis sehr gute Wahl bei der Performance zu sein. So ist zu hoffen, dass das Reglement weiter verfeinert wird, z.B. dass auch bei den Truggys ein Komplettrad vorgeschrieben wird, und dass sich auch in der Elektro-Klasse einige finden, die sich miteinander messen möchten.

 

Finale Buggy

  • 1. Guido Backsmann
  • 2. Maik Ilsemann
  • 3. Michael Schröder
  • 4. Andreas Salzburger
  • 5. Florian Kreißler
  • 6. Stefan Neureither
  • 7. Axel Jahnke
  • 8. Matthias Töpfer
  • 9. Ralf Bohnenberger
  • 10. Sebastian Gerstenberg

 

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