Die Sportart

Vespa-Club (Die Sportart)
Es gibt mehrere Wettbewerbe die vom Vespa Club von Deutschland e.V. (VCVD) ausgerichtet werden. Im Folgenden sollen drei kurz beschrieben werden.
BERNHARD WESCHE-GEDÄCHTNIS-WANDERPOKAL
Hierbei handelt es sich um einen Langstreckenwettbewerb an dem alle Vespa- und Piaggio-Fahrer teilnehmen können, die einem dem VCVD angehörenden Vespa-Ortsclub angeschlossen sind.
Für diesen Wettbewerb kann man sich in der Einzel- und in der Mannschaftswertung anmelden. Gewertet werden hierbei die Anzahl der angefahrenen europäischen Vespa-Treffen und die gefahrenen Kilometer. Sieger wird die Fahrerin bzw. der Fahrer mit der höchsten Punktzahl aus den gewerteten Treffen eines Kalenderjahres und mit der höchsten km-Leistung. Bei Punktgleichheit entscheiden immer die Gesamt-km der gewerteten Treffen, dann der geringere Hubraum, anschließend das höhere Alter des Teilnehmers.
Diese Art der sportlichen Betätigung ist nicht gerade eine der Spannendsten, bringt aber für die Siegerin / den Sieger einen schönen Pokal und die Gewissheit viele, viele Kilometer auf dem Roller verbracht zu haben.

 

DEUTSCHE VESPA TURNIER MEISTERSCHAFT
Bei diesem Wettbewerb geht es um die Geschicklichkeit der einzelnen Teilnehmer. Acht Aufgaben müssen erfüllt werden. Bei Fehlern wie zum Beispiel: Abwürgen des Motors, Auslassen eines Hindernisses, Umwerfen eines Hindernisses, Nichtbeachtung der Reihenfolge oder Fußen, gibt es Strafpunkte. Der gesamte Parcours wird auf Zeit durchfahren.
1. Slalom aus Dosen
Es muss durch sieben in gerader Linie (Abstand von Dose zu Dose 1,65m) aufgestellten Dosen gefahren werden. Die seitliche Begrenzung, sie beträgt von der Mitte 1,90 m, darf dabei nicht überfahren werden. Ein Verschieben oder Umwerfen sowie das Auslassen einer Dose, wird mit Strafpunkten geahndet.

 

2. Kreisfahren im Dosenkreis
Es muss rechts in den Kreis eingefahren und eineinhalb Mal durchfahren werden, ohne Dosen zu verschieben, umzuwerfen oder zu fußen. Der innere Durchmesser des Kreises beträgt 3,60 m und wird durch 14 Dosen markiert. Der äußere Durchmesser beträgt ca. 5,20 m und wird mit 22 Dosen begrenzt. Die Ein-/Ausfahrt soll eine lichte Weite von 0,95 m haben.

 

3. Tor
Ein Tor von 1,40 m Höhe und 0,95 m Breite muss hierbei durchfahren werden. Das Abwerfen der oberen oder das Umwerfen der seitlichen Begrenzung wird ebenso als Fehler gewertet wie das Absetzen der Füße auf dem Boden.

 

4. Viereck
Ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 3,75 m und einer Einfahrt von 1,00 m Breite muss durchfahren werden. Die seitliche Begrenzung soll 1,0 m hoch sein und mit Schnüren in 0,50 m und 1,00 m Höhe verbunden sein. Dabei darf weder die seitliche Begrenzung berührt noch die Füße abgesetzt werden.

 

5. Stangenslalom
Die Teilnehmer müssen durch sechs in gerader Linie aufgestellte Stangen fahren. Die Stangen stehen in einem Abstand von 1,80 m und haben eine Höhe von 1,50 m. Die seitliche Begrenzung ist wie beim Dosenslalom 1,90 m von der Mitte gerechnet.
Die Stangen dürfen dabei weder verschoben noch umgeworfen werden. Das Überfahren der seitlichen Begrenzung wie auch das Fußen wird mit Strafpunkten belegt.

 

6. Speerstechen
Der Speer muss im Fahren aus dem ersten Köcher aufgenommen, durch den Schild (Quadrat 0,50 x 0,50 m, in der Mitte ein Loch 0,10 m) geschoben und in den zweiten Köcher gesteckt werden. Der Speer darf nicht den Boden berühren und es darf nicht gefußt werden.

 

7. Spurbrett
Das Spurbrett von 4,00 m Länge, einer inneren Breite von 0,17 m und einer Randhöhe von 0,03 m muss in gerader Linie durchfahren werden. Auch hier darf die seitliche Begrenzung nicht überfahren werden und auch die Füße dürfen den Boden nicht berühren.
In den fünfziger Jahren sah das Spurbrett etwas anders aus. Damals wurden einfach zwei Bretter in einem 90° Winkel zusammengenagelt und als "V" aufgestellt.

 

8. Kreisel
Der Kreisel muss vom Teilnehmer um 360° gedreht werden. Berührt werden darf dieser Kreisel nur mit dem Vorderrad an der Laufrolle. Der Kreisel muss wieder auf der auf dem Boden aufgezeichneten Zielmarkierung zum Stehen kommen. Dabei muss die Laufrolle nach dem ersten Anstoß jeweils vor der Wertungslinie 1, der Wertungslinie 2 und vor der Zielmarkierung nochmals berührt werden. Mehrfache Anstöße und ständige Berührung sind zulässig.

 

DEUTSCHE VESPA TRIAL MEISTERSCHAFT Bei dieser Ausschreibung geht es um eine Geländefahrprüfung, bei der die Teilnehmer verschiedene Sektionen abfahren müssen. Die Regeln schreiben hierbei mindestens fünf Sektionen vor, die fünf Mal mit je zwei Versuchen durchfahren werden müssen. Wie die einzelnen Abschnitte aussehen bleibt dem Ausrichter überlassen. Sollte sich während des Ablaufs herausstellen, dass keiner der Teilnehmer die Sektion durchfahren kann, besteht die Möglichkeit, die Sektion nachträglich zu ändern. Dann müssen allerdings alle Fahrer, die den geänderten Abschnitt schon absolviert haben, den Abschnitt wiederholen.

 

Fehler gibt es hierbei für das Überfahren der Begrenzungen, Absetzen der Füsse, Auslassen von Teilen der Bahn oder Umstürzen mit dem fahrbaren Untersatz. Die Bilder zeigen hier ein paar Beispiele. Jeder der der Meinung ist, dass das sehr leicht aussieht, sollte selbst einmal auf den Roller steigen und ein paar Meter durchs Gelände fahren.

 

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